Wann muss man in Österreich Drohnen versichern?

Drohnen versichern: Spielzeug, Flugmodell oder “uLFZ”?

Hier erfahren Sie, ab wann eine Drohne kein Spielzeug mehr ist, ab wann man Drohnen versichern muss und welche Drohnen Versicherung jeweils nötig ist.

Drohnen versichern als Flugmodell

Drohnen versichern

Ab einer gewissen Höhe muss man Drohnen versichern

Quadrocopter, Multicopter oder sogenannte “UAVs” (Unmanned Aircraft Vehicles)”  bedürfen spezieller Versicherungen. Auch wenn sie nur als Flugmodelle genutzt werden, so muss man Drohnen versichern. Denn, sobald die Bewegungsenergie bei einem Absturz mehr als 79 Joule entwickeln kann, gelten Flugdrohnen nicht mehr als Spielzeug. Dabei genügt schon eine Flughöhe von ca. 4,5 Metern und eine Yuneec Drohne mit 1,7 Kilogramm Abfluggewicht überfliegt diese Grenze. Folgt man dieser Bestimmung, so müsste man quasi 90 Prozent aller verkauften Drohnen versichern. Es ist nur zu hoffen, daß dies bei einem Großteil auch wirklich passiert.
Solange man die Regelungen des österreichischen Luftfahrtgesetztes (LFG) nach § 24c einhält, so lange könnte das Gerät lediglich mit einer Modellflug Haftpflichtversicherung gedeckt werden.

Aber Achtung: Eine reine Modellflugversicherung könnte möglicherweise nicht ausreichen!

Drohnen versichern als unbemannte Luftfahrzeuge (uLFZ)

Die meisten Drohnenflüge können leider nicht mehr als reine Modellflüge durchgehen. Denn folgt man den Bestimmungen im § 24f des österreichischen Luftfahrtgesetzes, so gilt nicht nur bei gewerblicher Nutzung eine Pflicht zur Drohnenbewilligung. Kurz gesagt besteht eben auch dann Bewilligungspflicht, wenn das Gerät oder die Kamera zu anderen als “rein zum Zwecke das Fluges selbst” verwendet werden. Näher Details hierzu können Sie hier nachlesen.

Ist der Zweck des Fluges zum Beispiel die Erstellung eines privaten Panoramavideos, so so fällt man auch hier schon aus der Modellflug Regelung raus. Dass man eben “eh” nur privat fliegt spielt hierbei keine Rolle mehr. Was zählt ist in diesem Fall die Aufnahme von Bildmaterial. Auch eine etwaige Mitgliedschaft beim Österreichischen Aeroclub oder anderen Modellflugverbänden schafft dann keine ausreichende Deckung mehr.

Folgende Punkte sind nun zu beachten:

  1. Die Drohne muss nun bei der österreichischen Luftfahrtbehörde (Austro Control) bewilligt werden. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.
  2. Das die Drohnen nun als “unbemanntes Luftfahrzeug” (uLFZ) betrieben wird, braucht man eine spezielle Lutfahrt-Haftpflichtversicherung.
    Diese können Sie hier beantragen.

    Drohnen Gerüchte im Internet

    Im Internet kursiert das Gerücht, daß schon alleine das Vorhandensein einer montierten Kamera zu einer Bewilligungspflicht bei der Austro Control führen würde. Dem ist nicht so. Tatsächlich kann ein Quadrocopter eine Kamera mitführen und sogar auch ein Bild auf ein externes Gerät übertragen. Solange das zum Beispiel nur zu Steuerungszecken, also eben nur “zum Zwecke des Fluges selbst” geschieht, so lange besteht noch keine Bewilligungspflicht bei der Austro Control. Multicopter können dann also noch als “Flugmodelle” in Betrieb genommen werden und als solche kann man dann auch derartige Drohnen versichern. Eine dementsprechende Versicherung für die reine Hobbynutzung können Sie hier beantragen.

    Drohnen versichern beim FPV Flug

Beim einem FPV (First Person View) Flug wird die Perspektive des Quadrocopters zum Piloten live übertragen. Dieser sieht den Drohnenflug “durch” die Kamera des Copters quasi aus “Ich Perspektive”. FPV Flüge werden entweder auf einen Bildschirm oder auf eine Videobrille mit Headtracking übertragen.
Laut oben angegebenen Kriterien sind FPV Flüge also nicht per se bewilligungspflichtig. Zu beachten ist jedoch immer, dass eine zweite anwesende Person, ein sogenannter “Spotter”, unter Sichtverbindung zum Gerät und mit Hilfe einer Funkfernsteuerung manuell und in Echtzeit in die Steuerung eingreifen kann.

Aber auch hier gilt:
Sobald das übertragene Bildmaterial in irgendeiner Weise aufgenommen, vorgeführt, weiterverarbeitet oder ähnliches wird, gelten nicht mehr die Modellflug Bestimmungen laut § 24c des LFG sondern jene laut § 24f. Aus der Kameradrohne wird ein bewilligungspflichtiges unbemanntes Luftfahrzeug. Der Weg zu Austro Control ist dann wieder vorgeschrieben und dementsprechend muss man dann auch seinen Drohnen versichern.
Die günstigsten Drohnen Versicherungen Österreichs finden Sie wieder beim team von Airandmore, ihren Experten rund um Flugsport und Luftfahrtversicherungen.

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